Nach einem Unfall ist alles anders
Oft ist es nicht einmal die eigene Schuld: Ein fremdverschuldeter Autounfall wirft das Leben aus der Bahn, schmeißt alle Pläne über den Haufen und ändert einfach alles. Plötzlich hat man scheinbar keine Zukunftspläne mehr, muss sich mit einer Behinderung abfinden. Das ist nicht wirklich leicht. Positiv denken kann nach einem solchen Schicksalsschlag sehr schwer werden. Sicher haben sich die meisten Menschen mit dem Thema schon einmal auseinandergesetzt, haben Unfallversicherung und Erwerbsunfähigkeitsversicherung überdacht – vom Arbeitsunfall bis zum Verkehrsunfall kann das Schicksal ja wirklich jeden Tag zuschlagen, auch wenn man hofft, dass es immer nur die anderen erwischt. Doch dann erwacht man im Krankenhaus und bekommt mitgeteilt, wie drastisch sich das Leben nun beispielsweise durch eine Querschnittslähmung ändern wird. Die Versicherungen bezahlen, der Unfallgegner eventuell auch – doch mit den veränderten Lebensumständen muss man irgendwie alleine klarkommen und dies ist die größte Aufgabe, die nun zu bewältigen ist.
Bereits im Krankenhaus beginnen Reha Maßnahmen, aber auch die Organisationen rund um eine künftige Pflege. Der plötzlich mit einer Körperbehinderung behaftete Patient wird nicht einfach in sein neues, verändertes Leben entlassen, sondern schrittweise vorbereitet. Es kann sein, dass die Wohnung umgebaut oder sogar gewechselt werden muss, weil ein Elektrorollstuhl durch die schmalen Türen oder in recht verwinkelten Altbauten einfach nicht passt. Eine behindertengerechte Wohnung kann aber oftmals schon bald gefunden werden. Nun bleibt zu klären, ob eine Pflege innerhalb der Familie oder mit Hilfe beziehungsweise vollkommen durch einen Pflegedienst übernommen wird – auch hier gibt es einigen Gesprächsbedarf, denn niemand sollte sich mit Aufgaben belasten, denen er nicht gewachsen ist, aber auch niemand überrumpelt oder übergangen werden.
Mit der Krankenkasse sind ebenfalls Gespräche zu führen, zum Beispiel bezüglich der Kostenübernahme für die nun erforderlichen Hilfsmittel – vom Elektrorollstuhl über den Wannenlifter bis hin zum Pflegebett gibt es hier je nach Behinderung unterschiedlichen Bedarf. Den perfekten Elektrorollstuhl kann man übrigens auch online kaufen; es stehen sehr unterschiedliche Modelle zur Auswahl. Vom rein für Innenräume ausgelegten Hilfsmittel, bei dem nicht Reichweite oder Geschwindigkeit, sondern ein kleiner Wenderadius und ein komfortabler Sitz die oberste Priorität haben, bis zum Outdoor Modell, das sich für jedes Gelände eignet, ist hier alles bestellbar.